Kein Gegner

Und wieder enttäusche ich mich selbst. Wieder schaffe ich es nicht, mich durchzusetzen und für mich zu kämpfen.
Angriffe auf mich sind einfach, sie erfordern weder einen Plan, noch besonders viel Kraft.
Ein bißchen Sarkasmus eignet sich gegen Ende gut, um mich völlig Schach matt zu setzen. Dann halte ich die Klappe und sage gar nichts mehr.
Im besten Fall hat man mich so sehr in die Ecke gedrängt und mich so beschämt, dass ich sogar schon vor den großen Tränen flüchte und dem Angreifer somit das Erdulden übermäßiger Emotion erspare.
Ich weiß doch, wann ich anstrengend werde.
Ich weiß, wann ich zu gehen habe.
Nur weiß ich leider nicht wirklich, wie man geht.
Wenn ich wüsste, wie ich gehen kann, dann könnte ich entscheiden, ob ich bleiben will. So aber ertrage ich jeden Krieg, jede Schlacht, jeden noch so kleinen Angriff. Ohne Gegenwehr.
Denn was ich an Verteidigung aufzubieten habe, kommt nicht an. Ich bin kein Gegner.
Ich bin nur mein größter Gegner, mein größter Feind und mein eigener schlechter Einfluss.
Aber wenigstens kämpfe ich erbittert gegen mich. Zu oft.

7.1.15 17:37

Letzte Einträge: Tunnelblick - Kopfkino - Film, Jetzt renne ich... weg., Herdentiere oder was?, Kleine Bühne mit ohne Licht, Abschied und Neu, Es ist wieder soweit...

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(7.1.15 18:16)
vielleicht bist du stärker,als du denkst....ist Angriff und Gewalt,egal ob physisch oder psychisch nicht ein Zeichen von Schwäche?
Es sind unsere Fehler unsere Schwächen,die uns liebenswürdig in den Augen der anderen machen,nicht unsere Stärken - wieso will überhaupt jeder stark sein,es ist doch so viel erfüllender schwach zu sein und demütig und nebenbei gesagt,es ist viel weniger anstrengend...

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